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Genf 1973 - kein Vorbild Gedanken zu einer Nahost-Friedenskonferenz

Bekanntlich befürworten der israelische Außenminister Schimon Peres und die von ihm geführte Arbeiterpartei die Einberufung einer unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen stehenden Friedenskonferenz. Sowohl Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabien als auch die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion und die Europäische Gemeinschaft treten für ein solches Treffen ein; man hört, dass auch Syrien grundsätzlich bereit ist, sich zu beteiligen, während die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) trotz gelegentlich bejahender Aussagen ihres Vorsitzenden Yasir Arafat eine abwartende Stellung einzunehmen scheint. Der israelische Ministerpräsident Yitzhak Schamir, seine Likudpartei und die mit ihr verbündeten klerikalen Parteien widersetzen sich jedoch mit allen Mitteln diesen Bemühungen. Aus diesem Grunde sind laut Peres Neuwahlen unausweichlich; ihre Bedeutung braucht nicht unterstrichen zu werden: Lässt sich eine hinreichende Mehrheit finden, die bereit wäre, mit den Nachbarn über die seit 1967 besetzten Gebiete zu verhandeln?

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