Menü

Genf 1973 - kein Vorbild Gedanken zu einer Nahost-Friedenskonferenz

Bekanntlich befürworten der israelische Außenminister Schimon Peres und die von ihm geführte Arbeiterpartei die Einberufung einer unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen stehenden Friedenskonferenz. Sowohl Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabien als auch die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion und die Europäische Gemeinschaft treten für ein solches Treffen ein; man hört, dass auch Syrien grundsätzlich bereit ist, sich zu beteiligen, während die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) trotz gelegentlich bejahender Aussagen ihres Vorsitzenden Yasir Arafat eine abwartende Stellung einzunehmen scheint. Der israelische Ministerpräsident Yitzhak Schamir, seine Likudpartei und die mit ihr verbündeten klerikalen Parteien widersetzen sich jedoch mit allen Mitteln diesen Bemühungen. Aus diesem Grunde sind laut Peres Neuwahlen unausweichlich; ihre Bedeutung braucht nicht unterstrichen zu werden: Lässt sich eine hinreichende Mehrheit finden, die bereit wäre, mit den Nachbarn über die seit 1967 besetzten Gebiete zu verhandeln?

Das könnte Sie auch interessieren


  • Nahost

    Nahost

    01.06.1977
    Nahost: Bemühungen um eine neue Friedenskonferenz - Sondierungen und Bericht Waldhelms - Stellungnahmen der Konfliktparteien und der Weltmächte - Israel kontra Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) - Noch große Hindernisse für einen… mehr

  • Nahost

    Nahost

    01.08.1976
    Nahost: Fünf Nahost-Debatten im Sicherheitsrat im ersten Halbjahr 1976 - Libanons Bürgerkrieg noch keine Bedrohung des Weltfrledens - Amerikanische Vetos zugunsten Israels - Dennoch US-Krltik an Israelischer Besatzungspolltlk - Abzug Israels aus den… mehr

  • Ein deutscher Beitrag zur Friedenskonsolidierung

    Drei Jahre Vertretung in JerichoEin deutscher Beitrag zur Friedenskonsolidierung

    01.12.1997
    Mit dem historischen Händedruck vom 13. September 1993 zwischen Israels Premierminister Itzhak Rabin und PLO-Chef Yassir Arafat auf dem Rasen des Weißen Hauses und der Unterzeichnung der ›Grundsatzerklärung über Regelungen betreffend eine vorläufige… mehr

  • VEREINTE NATIONEN Heft 6/1997

    VEREINTE NATIONEN Heft 6/1997

    01.12.1997

  • Der Kampf um den Boden

    Die israelische Siedlungspolitik und die StaatengemeinschaftDer Kampf um den Boden

    01.04.1984
    ›Der Siedlungspolitik Israels in den besetzten Gebieten können wir nicht zustimmen. Durch das Setzen immer neuer einseitiger Tatsachen wird die Verhandlungsmasse immer geringer und die Gefahr der Unlösbarkeit des Konflikts immer größer.‹ So Alois… mehr