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Nahost Verhandlungen: Hürden und Optionen Von der Mühsal des Kompromisses

Im September 1993 erkannten sich der Staat Israel und die Palästinensische Befreiungsorganisation (Palestine Liberation Organization, PLO) nach langer erbitterter Feindschaft gegenseitig an. Das schloß die palästinensische Akzeptanz israelischer Existenz und Staatlichkeit auf dem Boden des historischen Palästina in den Grenzen, die der erste Nahostkrieg setzte, und die israelische Anerkennung der PLO als legitime Vertretung der Palästinenser wie als Verhandlungspartnerin in den Friedensgesprächen ein. Als mittelfristiger Rahmen für die Kompromißsuche wurden in Washington die gemeinsame ›Grundsatzerklärung über Regelungen betreffend eine vorläufige Selbstregierung‹ und in Kairo das ›Abkommen über den Gazastreifen und das Gebiet von Jericho‹ unterzeichnet. Wiederum in Washington wurde das ›Interimsabkommen über das Westjordanland und den Gazastreifen‹ zwecks Ausweitung der palästinensischen Selbstregierung (self-government) - der oft gebrauchte Begriff ›Autonomie‹ taucht im Vertragstext nicht auf -unterschrieben.

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