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Wir wollen unsere Streitkräfte den Vereinten Nationen zur Verfügung stellen Rede des deutschen Außenministers vor der 47.UN-Generalversammlung (23.September 1992)

Die Welt atmete auf, als die Ost-West-Konfrontation endlich zu Ende war. Fast war eine Euphorie des Friedens spürbar geworden. Heute ist Ernüchterung eingetreten. Mit der Freiheit sind der Welt nicht nur historische Chancen erwachsen, es sind auch alte Dämonen zurückgekehrt - blinder Nationalismus und Machthunger, Fremdenhass und religiöser Fanatismus. Dabei sind die dramatischen Umbrüche der politischen Landkarte noch längst nicht zum Stillstand gekommen. Die Auswirkungen des Bebens können wir noch nicht voll abschätzen, und auch Nachbeben können wir nicht ausschließen. Über all den neuen Sorgen dürfen wir jedoch eines nicht vergessen: Kaum eine Generation vor uns hatte solche Chancen, gemeinsam in guter Nachbarschaft, in Frieden, Harmonie und Wohlstand zu leben. Deshalb können wir zuversichtlich sein.

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