Menü

Wer nicht mitschwimmt, der ersäuft Jugend in Deutschland

Jugendliche in beiden deutschen Staaten: sie verweigern die Anpassung, sie verweigern aber auch den Widerstand gegen ihr jeweiliges Staatswesen. Sie kennen, hier wie dort, die Vorteile des gesellschaftlichen Systems und wissen seine Vorzüge zu nutzen, aber sie nähmen sich am liebsten aus ihren Gesellschaften heraus. Sie sind Zyniker, die Jugendlichen in Deutschland-Ost und Deutschland-West, weil sie gleichermaßen Enttäuschte sind. Sie haben einen hohl tönenden Sozialismus und eine käufliche Demokratie kennengelernt, sie sind, diesseits und jenseits, voller Abscheu gegenüber der Politik und haben ihr Vertrauen in die Politiker verloren. Geblieben ist ihnen die Flucht in die private Nischenkultur oder in die offizielle Karriere. Sie sind, trotz der in beiden deutschen Staaten vorhandenen Ökologie-und Pazifismusbewegung, apolitisch. Die Gründe für ihr ausgeprägtes politisches Desinteresse stimmen weitgehend überein.

Das könnte Sie auch interessieren


  • VEREINTE NATIONEN Heft 4/1985

    VEREINTE NATIONEN Heft 4/1985

    01.08.1985

  • Globalisierung erfordert globales Lernen

    UN-Simulationsprojekte an deutschen Hochschulen als Beitrag zur praxisnahen Ausbildung von StudierendenGlobalisierung erfordert globales Lernen

    01.02.2000
    Seit einigen Jahren verbreitet sich auch an deutschen Hochschulen zunehmend eine Lehrmethode, die in den Vereinigten Staaten bereits seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt wird: die Vermittlung von Lehrinhalten sowie Verhandlungstechniken und… mehr

  • Fremde Heimat, heimatliche Fremde

    Ausländische Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland im Spiegel der literarischen Dokumentation von BetroffenenFremde Heimat, heimatliche Fremde

    01.08.1985
    ›Sie hatten sich wie die meisten deutschen Gleichaltrigen angezogen. Sie trugen schwarze Lederjacken und Stiefel. Einige hatten modische Halstücher umgebunden. Dennoch fielen sie auf. ... Trotz aller mühsamen Anpassung wirkten sie irgendwie fremd.« … mehr

  • ›Politische Landeskunde Namibias‹

    Ein Gemeinschaftsprojekt des Namibia-Instituts der Vereinten Nationen in Lusaka mit der Universität Bremen›Politische Landeskunde Namibias‹

    01.02.1982
    Die ersten Überlegungen zum Projekt ›Politische Landeskunde Namibias‹ reichen in das Jahr 1975 zurück, als in der Bundesrepublik Deutschland eine kirchlich getragene Namibia-Woche stattfand. Ben Amathila, damals Vertreter der Südwestafrikanischen… mehr

  • Meinungsumfrage über die Uno

    Meinungsumfrage über die Uno

    01.10.1990
    Meinungsumfrage über die Uno: Stimmungshoch und Kenntnisbaisse - US-Öffentlichkeit am schlechtesten informiert - Internationalisten, Spezialisten und Nachrichten-Normalverbraucher (23). mehr