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Wien als UNO-Stadt

›Sitz‹ der Vereinten Nationen ist, wie es Resolution 100(I) der Generalversammlung vom 14. Dezember 1946 festlegt, New York; ›Dienstort‹ eines UN-Bediensteten kann praktisch jeder Flecken der Erde werden. ›Büros‹ der Weltorganisation mit einem Generaldirektor an der Spitze, eine Anzahl von Sekretariatseinheiten und anderen Einrichtungen beherbergend, gibt es nur zwei: in Genf - wo nach Ende des Zweiten Weltkriegs die neugeschaffene Organisation in das Erbe des Völkerbunds eintrat - und in Wien (seit 1982); in Nairobi wurde 1984 ebenfalls ein Büro der Vereinten Nationen eröffnet, das künftig zum ersten größeren UN-Zentrum in der Dritten Welt werden könnte. Wien, wo am 23. August 1979 das Internationale Amtssitz- und Konferenzzentrum eröffnet wurde, kann also nach New York und Genf als dritte ›UNO-Stadt‹ gelten. Auf die Vorgeschichte des Wiener Internationalen Zentrums (Vienna International Centre, VIC) ist diese Zeitschrift in VN4/1979 S.125ff. mit einem Beitrag von Harry Schleicher eingegangen. Heute, sieben Jahre später, ist die Frage legitim, ob und wie die österreichische Hauptstadt sich in dieser neuen Rolle bewährt hat

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