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Mit der Scheinstabilität der Ungerechtigkeit ist es nun vorbei Zur Verleihung der Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille an Gro Harlem Brundtland ( I7.November 1991)

Ursache wie zugleich Folge der Verschlechterung der natürlichen Umwelt in der Dritten Welt ist die Armut. ›Eine Welt, in der Armut endemisch ist, wird für eine Umweltkatastrophe prädestiniert sein. Nur wenn die Dritte Welt integrierender Bestandteil der Weltwirtschaft ist, wird die ständig wachsende Zahl der Armen eine reelle Chance haben, aus der Umwelt- und Entwicklungskrise auszubrechen. Die Kommission für Umwelt und Entwicklung kam zu dem Schluss, dass wirtschaftliches Wachstum notwendig ist. Für viele Leute, die glaubten, das Ziel Null-Wachstum sei eine von der Umwelt her gesehen verantwortbare Wahl, war diese Konklusion eine Überraschung. Die Analyse der Kommission besagt deutlich, dass nur Wachstum zur Beseitigung der Armut beitragen kann und dass nur Wachstum es ermöglichen kann, Umweltprobleme zu lösen.‹ So die Ministerpräsidentin Norwegens, Gro Harlem Brundtland, vor den Teilnehmern der Festveranstaltung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen in Berlin, auf der ihr die Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille der DGVN verliehen wurde. Sie war ihr auf Grund ihrer Verdienste als Vorsitzende der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung und ihres Eintretens für die Aufklärung über den engen Zusammenhang von Nord-Süd-Konflikt und globaler ökologischer Bedrohung zuerkannt worden. Die Medaille wurde ihr durch die DGVN-Vorsitzende Dr. Helga Timm überreicht; die nachstehend abgedruckte Laudatio hielt der Politiker und Friedensforscher Egon Bahr, der Frau Brundtland aus der gemeinsamen Arbeit in der Unabhängigen Kommission für Abrüstungs- und Sicherheitsfragen - der ›Palme-Kommission‹, deren Ergebnis die 1982 vorgelegte Studie ›Gemeinsame Sicherheit‹ war - kannte.

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