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Wir müssen wieder zu den Zielen und Grundsätzen der Charta zurückkehren Bericht des Generalsekretärs über die Arbeit der Organisation für die 35. Generalversammlung

Das vergangene Jahr, in dem wir gleichzeitig auf das 35jährige Bestehen der Vereinten Nationen zurückblicken konnten, bot in etlichen Fällen Anlass zum Feiern, in vielen anderen jedoch Grund zur Sorge. So berechtigten zum Beispiel die Unabhängigkeit Simbabwes und die eindrucksvollen Fortschritte bei der Dritten Seerechtskonferenz der Vereinten Nationen jeweils auf ihre Weise zu großer Genugtuung und neuer Hoffnung. Diese Beispiele zeigen, dass mit gutem Willen, harter Arbeit und gegenseitigem Verständnis auch scheinbar unüberwindliche Hindernisse auf dem Verhandlungsweg überwunden werden können. Auf der anderen Seite waren wir Zeugen wachsender Unsicherheit und Orientierungslosigkeit in allzu vielen Bereichen der internationalen Beziehungen. Ich denke an die Verschlechterung der Beziehungen zwischen manchen Großmächten, an den immer noch nicht überwundenen Stillstand der Verhandlungen über lebenswichtige Wirtschaftsfragen, an das Weiterbestehen gewisser regionaler Konflikte zum Schaden sowohl der unmittelbar betroffenen Völker als auch der gesamten internationalen Gemeinschaft, an aus politischen und militärischen Konflikten entstandene humanitäre Katastrophen und an die Zunahme der politisch motivierten Gewalt und des politisch motivierten Terrors.

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