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Standardisierung im internationalen Seerecht Moderne Regelsetzungsverfahren der IMO für die Schiffssicherheit

Die Weltmeere sind von jeher wichtiger Verkehrsraum. Der interkontinentale Warenverkehr wird überwiegend als Seetransport abgewickelt. Allein in den Jahren von 1990 bis 2000 expandierte die Welthandelsflotte von einer Bruttoraumzahl (BRZ) von 426 Mill. auf 558 Mill. – ein Wachstum um 31 Prozent. Wie im vergangenen Herbst die Havarie des Tankers ›Prestige‹ vor der spanischen Küste einmal mehr deutlich gemacht hat, weist diese beeindruckende Transportleistung eine Schattenseite auf. Immer wieder gefährden Schiffsunglücke Menschenleben und die Umwelt. Sie lassen sich überwiegend darauf zurückführen, daß die Kontrolle von Schiff und Besatzung immer noch zu wünschen übrig läßt. Eine solche Überwachung ist unter den Bedingungen des Seeverkehrs nur beschränkt möglich und wird zudem von den beteiligten Staaten mit deutlich unterschiedlichem Engagement durchgeführt. Ein Hoffnungszeichen stellt insofern der ›ISM-Code‹ – der ›Internationale Code für Maßnahmen zur Organisation eines sicheren Schiffsbetriebs und der Verhütung der Meeresverschmutzung‹ – dar, der 1993 zunächst als unverbindliche Regelung beschlossen worden war. Seit dem 1. Juli 2002 ist er bindend.

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