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Die soziale Dimension des modernen Völkerrechts Neue Normen internationalen Verhaltens

Die internationalen Beziehungen von heute sind deutlich durch eine Verschiebung der Inhalte der Auseinandersetzungen gekennzeichnet. Nicht mehr die Fragen der klassischen Außen- und Bündnispolitik, sondern elementare Fragen des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenlebens im weitesten Sinne des Wortes bestimmen die staatlichen Zwischenbeziehungen, und damit für jedermann sichtbar die internationalen Konflikte. Von diesem Phänomen sind Art und Typ der Auseinandersetzungen, die Dynamik und Konsequenz, mit der sie geführt werden, und ebenso die Zusammensetzung der Beteiligten betroffen. Diese Feststellung gilt naturgemäß für diejenigen Auseinandersetzungen, die schon äußerlich durch ein starkes wirtschaftliches Ungleichgewicht gekennzeichnet sind, also für die Interessenkonflikte zwischen den unterentwickelten Staaten der Dritten Welt einerseits und den Industriestaaten des Westens und des Ostens andererseits. Sie gilt aber, wenn auch in geringerem Grade, ebenso für die Auseinandersetzungen im Ost-West-Verhältnis sowie im Verhältnis der Mitglieder der vergleichsweise homogen erscheinenden Staatenverbindungen, wie EG, COMECON, Zehner-Club oder Gruppe der 77.

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