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Steiniger Weg zu einem Nahostfrieden Plädoyer für eine UN-Kommission der ›guten Dienste‹

Es hat lange gedauert, bis die Verantwortlichen in der Welt die Bedeutung des Nahostproblems für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit erkannt haben. Es bedurfte des Krieges im Libanon, um den großen Mächten bewusst zu machen, wie gefährlich die Situation nicht nur für diesen Teil der Welt, sondern auch für sie selber ist. Unlängst habe ich in den Vereinigten Staaten einen Film gesehen, der den amerikanischen militärischen Libanon-Einsatz zum Gegenstand hatte. Die Bilder, die dem amerikanischen Volk von der Expedition der ›Marines‹ gezeigt wurden, waren wie aus einem veritablen Kriegsfilm und zeigten die Leichen von über 250 gefallenen amerikanischen Soldaten. Diese Szenen wurden immer wieder durch Reden des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan unterbrochen, die, angesichts der kontrastierenden Bilder, die amerikanische Administration und ihr Krisenmanagement in keinem guten Lichte erscheinen ließen. Der Abzug der sogenannten multinationalen Friedenstruppe der USA und der ehemaligen Kolonialmächte 1984 war im höchsten Maße im Interesse einer Beruhigung notwendig geworden, und ich selber habe nie einen Zweifel darüber gelassen, dass ich die Entsendung dieser militärischen Einheiten für einen entscheidenden strategischen und politisch-psychologischen Fehler gehalten habe.

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