Menü

Sieben für alle? Die Wahrnehmung des UN-Systems durch die G-7

Im Herbst 1975 trafen sich auf Initiative des französischen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing und des Bundeskanzlers Helmut Schmidt zum ersten Mal die Vertreter der sechs größten westlichen Industrienationen-Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Vereinigte Staaten - zu einem Gipfelgespräch über Wirtschaftsfragen im Schloß Rambouillet. Im folgenden Jahr stieß Kanada als siebentes Land zu dieser illustren Runde; seit dem dritten Treffen (1977 in London) nimmt neben den Regierungschefs der sieben größten westlichen Industrieländer regelmäßig auch der Präsident der Europäischen Kommission an den Gipfeltreffen teil. So entstand die ›Gruppe der Sieben‹ (G-7) als lockerer, jährlich zusammentretender Gesprächskreis der wichtigsten westlichen Regierungsspitzen. Auf dem 20. Gipfeltreffen - 1994 in Neapel - wurde der Präsident Russlands als (fast vollwertiges) neues Mitglied in die Gesprächsrunde aufgenommen.

Im folgenden soll charakterisiert werden, wie Weltprobleme und die mögliche Rolle des UN-Systems bei ihrer Lösung in den förmlichen Gipfelerklärungen der G-7 im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte aufgenommen wurden. Danach werden als Kontrastprogramm entsprechende Diskussionen im institutionellen Kontext der Vereinten Nationen skizziert.

Das könnte Sie auch interessieren


  • Von der Konfrontation zur Weltmarktwirtschaft

    Der Standpunkt der Deutschen Bundesregierung zur neuen WirtschaftsordnungVon der Konfrontation zur Weltmarktwirtschaft

    01.10.1975
    Die 7. Außerordentliche Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen hatte zum alleinigen Thema ›Entwicklung und internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit‹. Die Tagung fand in New York am Sitz der Weltorganisation vom 1. bis 16. September… mehr

  • Die Welt braucht keinen Rüstungswettlauf, sondern einen Wettlauf in der Hilfe für die Entwicklungsländer

    Rede des Bundesaußenministers vor der 11. UN-Sondergeneralversammlung (27. August 1980)Die Welt braucht keinen Rüstungswettlauf, sondern einen Wettlauf in der Hilfe für die Entwicklungsländer

    01.10.1980
    ›Herr Präsident! Wir stehen - am Anfang der Dritten Entwicklungsdekade - vor einer weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Situation, in der die weitere Entwicklung der Entwicklungsländer und mit ihr die friedliche Entwicklung der Welt insgesamt… mehr

  • Globale Strategie für weltwirtschaftliche Zusammenarbeit

    Globale Strategie für weltwirtschaftliche Zusammenarbeit

    01.06.1974
    Der Bedeutung entsprechend, die der ›Sonder-Generalversammlung für Rohstoffprobleme und Entwicklung‹ beizumessen war, hat der Bundesminister des Auswärtigen den deutschen Standpunkt und die aus deutscher Sicht zu wahrenden Grundsätze auf der… mehr

  • Die Dynamiken im UN-Sicherheitsrat

    10.07.2020
    Vom politisch Wünschenswerten zum diplomatisch Realisierbaren: in der Debatte um den Nexus Klimawandel und Sicherheit sind im UN-Sicherheitsrat kleine Fortschritte zu verzeichnen. Eine eindeutige Positionierung des Rates fehlt jedoch. Steht ein… mehr

  •  

    Turning up the Heat: Climate Change, Conflict and Peace

    24.07.2020
    70% of the countries that are most vulnerable to climate change are also among the most fragile countries in the world. When addressing conflict prevention, we need to understand the pathways through which climate change and conflict interact.… mehr