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Privatisierung der Sicherheit Ein innergesellschaftliches und zwischenstaatliches Problem

Seit dem Ende des Kalten Krieges hat eine ganze Reihe von Entwicklungen die Situation der Streitkräfte und vor allem auch die Blauhelmeinsätze der Vereinten Nationen verändert. Dazu gehört erstens und vor allem, daß die überwiegende Zahl der Kriege nicht mehr zwischenstaatlich ausgefochten wird, sondern Ursachen und Anlässe für Kriege und gewaltsame Konflikte zumeist innergesellschaftlicher Art sind. Zweitens nahmen gleichzeitig internationale militärische Interventionen deutlich zu. Während in der Zeit des Kalten Krieges der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nur sehr begrenzte Handlungsmöglichkeiten hatte, ist heute der Ruf der internationalen Völkergemeinschaft nach rechtzeitigem Militäreinsatz zur Verhinderung humanitärer Katastrophen häufiger und lauter geworden. Die hautnahe Berichterstattung der Medien über Kriege und Konflikte verstärkte diese Tendenz. Die vielfältigen internationalen Einsätze der Streitkräfte erweiterten deren Aufgabenspektrum deutlich, während die traditionelle territoriale Verteidigung inzwischen in vielen Ländern, so auch in Europa, eine völlig marginale Rolle spielt.

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