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Nur vereint das Virus bekämpfen

Als Ende des Jahres 2019 der Ausbruch einer mysteriösen Atemwegserkrankung im

chinesischen Wuhan registriert wurde, ahnte kaum jemand, dass sich das Virus

SarS-CoV-2 schon bald über den gesamten Globus verbreiten würde. Wie verläuft die internationale Zusammenarbeit seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie und welche Probleme gibt es seitdem? Diesen und anderen Fragen widmen sich die Autorinnen und Autoren in dieser Ausgabe.

Als Ende des Jahres 2019 der Ausbruch einer mysteriösen Atemwegserkrankung im chinesischen Wuhan registriert wurde, ahnte kaum jemand, dass sich das Virus SARS-CoV-2 schon bald über den gesamten Globus verbreiten würde. Mittlerweile gibt es weltweit mehrere Infektionswellen, Mutationen des ursprünglichen Virus, über 130 Millionen registrierte Infektionsfälle und knapp drei Millionen Tote. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte die Wissenschaft Impfstoffe zum Schutz vor einer Infektion, sodass bereits rund 450 Millionen Impfdosen verabreicht werden konnten. Diese Pandemie macht zwei Dinge deutlich: Das Virus macht nicht vor Ländergrenzen halt und kein Staat der Welt kann das Virus allein bekämpfen. Niemand ist sicher, solange nicht alle sicher sind. Den Vereinten Nationen und insbesondere der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt damit eine besondere Rolle zu. Doch wie verläuft die internationale Zusammenarbeit seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie und welche Probleme gibt es seitdem? Diesen und anderen Fragen widmen sich die Autorinnen und Autoren imHeft 2/2021 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN.

Trotz eingeschränkter Handlungsmöglichkeiten hat die COVID-19-Pandemie die essenzielle Rolle der WHO als Schaltzentrale im internationalen Seuchenschutz verdeutlicht, so Jan Thiel. In der Rubrik ›Drei Fragen an‹ bekräftigt der Kabinettschef der WHO, Bernhard Schwartländer, noch einmal die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit. Erst wenn das Virus überall bekämpft wurde, haben wir es besiegt. Elena Sondermann und Cornelia Ulbert werfen einen genaueren Blick auf die Rolle privater Stiftungen bei der Pandemiebekämpfung und untersuchen ihre Legitimität und die Funktionsfähigkeit globaler Gesundheitspolitik. Besonders im Globalen Süden hat die COVID-19-Pandemie die Gesundheit der Bevölkerungen, den Zusammenhalt sowie die Resilienz der Gesundheitssysteme massiv angegriffen, beobachten Carina Dinkel und Ute Papkalla. Silke Voß-Kyeck beklagt, dass COVID-19 in Kombination mit der eskalierenden Liquiditätskrise das UN-Menschenrechtssystem in existenzielle Gefahr bringt. In einem Pro- und Contra-Standpunkt diskutieren Anne Jung und Han Steutel, ob der Patentschutz für COVID-19-Impfstoffe aufgehoben werden sollte.