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Nicht nur Geld und gute Worte Der deutsche Beitrag zu den friedenserhaltenden Maßnahmen der Vereinten Nationen

1988 waren die ›Blauhelme‹ der Vereinten Nationen, also die Männer und Frauen, die unter der Flagge der Weltorganisation bei deren friedenssichernden Operationen Dienst tun, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Die große Stunde dieses Instruments der UN, das außerhalb der Bestimmungen der UN-Charta entstanden war, stand damals aber noch bevor: in dichter Folge wurden seither neue Gruppen und Truppen unter dem Blauhelm ins Leben gerufen und teils auch mit neuartigen Aufträgen versehen. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurde das Mandat zweier bestehender Missionen erweitert - das der Beobachtermission der Vereinten Nationen in El Salvador (ONUSAL) und das der Verifikationsmission der Vereinten Nationen für Angola (UNAVEM II) - und wurden drei neue Friedenssicherungsmaßnahmen begründet: im ehemaligen Jugoslawien die Schutztruppe der Vereinten Nationen (UNPROFOR), die Übergangsbehörde der Vereinten Nationen in Kambodscha (UNTAC) und die Operation der Vereinten Nationen in Somalia (UNOSOM). Mit der UNPROFOR wird zum ersten Mal eine Friedenstruppe auf dem europäischen Kontinent eingesetzt, und mit der UNTAC wurde mit geschätzten Kosten von fast 2 Mrd US-Dollar eine bisher ungekannte finanzielle Dimension erreicht. Für Deutschland stellt die Beteiligung an der UN-Operation in Kambodscha in einer Hinsicht eine Premiere dar: erstmals tun Angehörige der Bundeswehr - Sanitätssoldaten - in einer UN-Friedenstruppe Dienst. Die finanzielle, materielle und auch personelle Beteiligung an Friedenssicherungsmaßnahmen der Vereinten Nationen reicht allerdings weit länger zurück

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