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Frauenforschung: Unsichtbares sichtbar machen Das Programm des Internationalen Forschungs- und Ausbildungsinstituts der Vereinten Nationen zur Förderung der Frau (INSTRAW)

Santo Domingo, die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, ist Sitz des Internationalen Forschungs- und Ausbildungsinstituts der Vereinten Nationen zur Förderung der Frau (United Nations International Research and Training Institute for the Advancement of Women, INSTRAW). Wie auch im Fall seiner besser bekannten Schwesterorganisation, des Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für die Frau (UNIFEM), geht die Gründung des INSTRAW auf eine Empfehlung der in Mexiko-Stadt im Jahre 1975 abgehaltenen Weltkonferenz zum Internationalen Jahr der Frau zurück. Dennoch sind UNIFEM und INSTRAW grundlegend unterschiedlich ausgerichtet, ergänzen einander aber. Während der Fonds seine Hauptaufgabe darin hat, Gelder zur Förderung von Graswurzelaktivitäten von und für Frauen zusammenzubringen, kann das Institut mit seinem wesentlich geringeren Jahresetat keine Projektfinanzierung vornehmen; stattdessen hat es als eine autonome Forschungsstätte im Verband der Vereinten Nationen die Aufgabe übernommen, Frauenforschung zu betreiben und Aus- und Fortbildungsprogramme durchzuführen, die die Integration und Mobilisierung von Frauen im Bereich der Entwicklung zum Ziel haben, zur weltweiten Bewusstseinsbildung zugunsten der Belange der Frau beizutragen und den Frauen Hilfestellung zur Bewältigung neuer Herausforderungen zu geben. Ziel des INSTRAW ist es letztlich, durch Forschung, Ausbildung und Aufklärung die Förderung der Frau und ihre Einbeziehung in den Entwicklungsprozess - als Mitgestalterin wie als Nutznießerin - ins Werk zu setzen und voranzutreiben. Zu diesem Zweck arbeitet das Institut eng mit zwischenstaatlichen, staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen zusammen, um Ressourcen gemeinsam zu nutzen und um den Ertrag optimieren zu können.

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