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Erzvorkommen auf dem Meeresboden: Rohstoffe der Zukunft

Viele exportorientierte Industrienationen sind auf dem Gebiet der Rohstoffversorgung mit Metallen stark importabhängig. Eine wichtige Zukunfsaufgabe ist es deshalb, neue Rohstoffquellen auch im marinen Bereich zu erschließen und die entsprechenden Systeme für deren Exploration, Gewinnung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung zu entwickeln. Hierbei sieht sich die Menschheit erstmals der technischen Herausforderung gegenüber, in einem ökonomisch vertretbaren Rahmen mineralische Rohstoffe aus bis zu 6000 Metern Wassertiefe bergbautechnisch zu gewinnen. Zudem ist im Rahmen dieser technischen Herausforderungen zu beachten, daß Schäden des marinen Systems durch anthropogene Beeinflussungen möglichst gering bleiben. Dieses Anforderungsprofil bedingt das Zusammenwirken der verschiedensten naturwissenschaftlichen Disziplinen — der Geowissenschaften, der Ozeanographie, der Biologie, der Umweltforschung und fast aller ingenieurtechnischen Fachrichtungen. Gegenwärtig konzentrieren sich die Aktivitäten auf das Aufsuchen neuer mariner mineralischer Rohstofflagerstätten, die genauere lagerstättenkundliche und mengenmäßige Erfassung der Rohstoffvorkommen, die schon bekannt sind, die Entwicklung neuer Explorationsgeräte und -Systeme zur gezielten Probenahme und Vor-Ort-Messung beziehungsweise -Beobachtung, die Entwicklung von Aufbereitungs- und Weiterverarbeitungsmethoden für oxidische, sulfidische und phosphatische Rohstoffe und schließlich auf intensive Vor-Ort-Untersuchungen am Meeresboden zu den Folgen eines technischen Abbaus von Manganknollen und anderen Rohstofftypen zum Beispiel durch gezielte Zerstörung der oberen Sedimentschichten und anschließende Langzeitbeobachtungen der Resedimentation oder Wiederbesiedlung.

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