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Eine islamische Alternative zu den Blöcken? Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) in den internationalen Beziehungen

In diesem Jahr hat die größte zwischenstaatliche islamische Organisation, die Organisation der Islamischen Konferenz (Organization of the Islamic Conference, OIC; arabisch: munazza-mat al-mu'tamar al-islami) gleich zweimal Grund zu feiern. Zum einen kann sie auf eine jetzt fünfzehnjährige Geschichte zurückblicken, zum anderen gelang es ihr mit der Aufhebung der Suspendierung der ägyptischen Mitgliedschaft - Ägypten war wegen des Camp-David-Abkommens von 1979 von allen Tagungen und Gremien der OIC ausgeschlossen worden - ihre ungebrochene Attraktivität in der islamischen Welt unter Beweis zu stellen. Dass sie darüber hinaus auch auf der internationalen Ebene Anerkennung fand, drückte sich bereits im Oktober 1975 in der Gewährung des Beobachterstatus durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen aus. Heute gehört mehr als ein Viertel der UN-Mitgliedstaaten zugleich der OIC an.

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