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Bagdad: ein Platz zwischen Kirkuk und Kerbala

Bagdad, Kirkuk, Kerbala - drei irakische Städte und Regionen, die unterschiedliche historische, kulturelle, politische und demographische Dimensionen verkörpern. Eindrucksvoller als der achtjährige irakisch-iranische Krieg hat die Krise um Kuwait mit ihren Folgen den ethnisch-religiösen Trialismus Iraks in das Bewusstsein gerufen und international transparent gemacht. Wie nie zuvor in der sechzigjährigen nationalstaatlichen Geschichte des Landes brachen die Widersprüche zwischen dem arabisch-schiitischen Süden, dem arabisch-sunnitischen Zentrum und dem kurdischen Norden auf. Die Aufstände wurden, geduldet durch die Siegermächte, vom Baath-Regime relativ schnell und rigoros niedergeschlagen. Dennoch werfen Krieg und Bürgerkrieg Fragen auf: Wo liegen die Ursachen und Gründe für den irakischen Expansionismus und die innerstaatliche Zerrissenheit? Welche Grundkonzepte bestimmen die Politik des Landes? Was brachte die Baath-Herrschaft den Irakern? Haben Demokratie und Menschenrechte eine Chance in dem Land zwischen Euphrat und Tigris? Wird Irak mit Hilfe der UN oder gegen deren Beschlüsse die Fähigkeit zum Wiederaufbau erlangen?

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