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Apartheid und Wirtschaft Vom Motor zur Bremse moderner Entwicklung in Südafrika

Die Verhängung von Wirtschaftssanktionen gegen die Republik Südafrika (RSA) wurde bereits mehrfach seitens der Generalversammlung der Vereinten Nationen verlangt; auch auf der 33. ordentlichen Tagung wurden entsprechende Forderungen erhoben. Bindende Beschlüsse über derart weitreichende Maßnahmen fasst jedoch nicht die Generalversammlung, sondern der Sicherheitsrat. In diesem mit der Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit betrauten Gremium, dessen Ständige Mitglieder China, Frankreich, Großbritannien, die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten sind, haben sich die westlichen Ratsmitglieder lange den insbesondere von der afrikanischen Staatengruppe erhobenen Forderungen widersetzt, stimmten aber vor einem Jahr einem bindenden Waffenembargo gegen die RSA zu. Erstmals wurden somit Sanktionen gegen einen Mitgliedstaat der Weltorganisation verhängt; gegen Bestrebungen zu einer Verschärfung der Sanktionen (beispielsweise in Gestalt eines Ölembargos, eines Investitionsstopps oder eines generellen Handelsembargos) haben die Westmächte jedoch Widerstand angekündigt

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